Retail 4.0

Retail 4.0 – AR und VR Lösungen für die Modebranche

Retail 4.0

Co-kreativer Feedbackprozess zwischen Einzelhändler/Kunde und Hersteller im Rahmen der Kollektionsentwicklung (Bild: Deutsche Institute für Textil- und Faserforschung; TH Köln)

Digitale Technologien erobern die Modebranche und eröffnen neue Möglichkeiten der Einflussnahme auf die Kollektionsentwicklung durch Einzelhandel und Endkunden.

Ziel des Forschungsprojekts Retail 4.0 ist die Entwicklung einer modularen skalierbaren Softwarelösung, die eine zeitnahe Weitergabe von Feedback des Einzelhandels zur Kollektionsentwicklung an den Hersteller ermöglicht und den Kunden über ein neues, digitales VR/AR Shoppingerlebnis direkt mit einbindet.

Um dieses Ziel zu erreichen, wird auf der Basis einer heute eingesetzten Lösung für 3D-Simulation und Visualisierung eine VR/AR-Anwendung mit Cloud-Anbindung entwickelt, die auch mobile Endgeräte unterstützt. Hierzu werden innovative Prozesse zur Kommunikation zwischen dem Einzelhändler und dem Hersteller konzipiert und implementiert. Für den Fall der Verfügbarkeit der Kollektion im Geschäft werden Methoden für ein effizientes Feedback des Endkunden an den Hersteller eingebunden. Virtuelle Produkte sollen vom Endkunden auch zur Kommunikation in sozialen Netzwerken genutzt werden können. Die Lösung wird dem Einzelhändler als Dienstleistung angeboten, der es dann wiederum den Endkunden zur Verfügung stellt.

Die prototypische Umsetzung der Lösung erfolgt im Entwicklungszentrum des projektbegleitenden Herstellers unter Einbindung ausgewählter Einzelhändler.

Die Lösungen von Retail 4.0 ermöglichen Bekleidungseinzelhändlern, nennenswerten Einfluss auf ihr
zukünftiges Sortiment bereits in einer frühen Phase der Entwicklung zu nehmen sowie den Kunden ein
einzigartiges Shoppingerlebnis zu vermitteln. Insbesondere die Mechanismen für User-Community-Interaktion führen zur Nutzbarmachung neuer Kreativpotenziale, einer erhöhten Kundenbindung und somit signifikanten Wettbewerbsvorteilen.

Folgende Aspekte und technischen Herausforderungen werden im Rahmen des Projekt beleuchtet und näher untersucht:

  • lebensechte virtuelle Prototypen der Bekleidungsstücke
  • neue Verfahren für ein Echtzeitrendering von Kleidungsstücken in 3D auf mobilen Geräten
  • neue Verfahren für die akkurate Farbwiedergabe auf mobilen Geräten
  • Identifizierung der richtigen Passform für den Kunden
  • Diskussion von Farben, Kollektionsthemen, Materialauswahl, Schnitten und Kollektionselementen mit Hilfe von Annotationen
  • Interaktion und Kollaboration der Nutzer untereinander
  • Ermittlung von Kundenverhalten und Präferenzen

Laufzeit: 01.08.2017 – 31.07.2020
Kooperationspartner:
Assyst GmbH,
Brax Leineweber GmbH &Co. KG,
Human Solutions GmbH,
Deutsche Institute für Textil und Faserforschung
Leitung: Prof. Dr. Arnulph Fuhrmann
Beteiligte: Martin Misiak, Kristoffer Waldow, Ursula Derichs
Fördermittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)